Fälle

- Stand 09.02.2011 -

Die ersten Fälle, die sich bis 2008 bei mir angesammelt hatten, besassen bereits auffällige Übereinstimmungen bei gleichen Strahlungsarten und deckten alle Altersgruppen ab, die das Internet nutzen.

Bei Fall A waren aus heutiger Sicht verschiedene Ursachen gleichzeitig und hintereinander für verschiedene Symptome verantwortlich. Eine Zuordnung einzelner Symptome zu einzelnen Ursachen ist mit dieser Tabelle nicht möglich und nicht sinnvoll, da in anderen Fällen die jeweilige Kombination völlig anders sein kann. Hier möchte ich aber ein Symptom herausgreifen, das besonders häufig von Menschen beschrieben wird, die sich als elektrosensibel bezeichnen: Das verfrühte Aufwachen in einem Unruhezustand mit gleichzeitiger Wahrnehmung eines Tickens, ca. morgens um vier. Im Fall A hat sich durch eine histaminarme Diät dieses Symptom etwas abgeschwächt. Aber es war ebenfalls zeitweise verschwunden nachdem andere Faktoren ausgeschaltet oder verändert worden waren (Umzug, Nebenschilddrüsen-OP) und dann nach einiger Zeit wieder aufgetreten. D.h., immer, wenn ein Symptom bei Belastung schlimmer wird und nach Ausschalten dieses Belastungsfaktors verschwindet oder schwächer wird, dann kann die Ursache eine Histamin-Intoleranz sein. Ein ununterbrochenes, gleichmässiges Ticken nur in einem bestimmten Raum hatte aber eher Elektrosmog als Ursache.

Treten die Symptome nur in einem bestimmten Raum in der Wohnung auf, dann ist am wahrscheinlichsten, dass es eine bestimmte Art von Elektrosmog oder ein bestimmtes Umweltgift oder eine Allergie gegenüber einem bestimmten Stoff ist, der sich nur in diesem Raum befindet. Symptome, die mehr oder weniger überall auftreten, könnten auch unverträgliche Stoffe in Lebensmitteln, Medikamenten oder diverse Grunderkrankungen als Ursache haben. Oft verschlimmern sich die Symptome in liegender Körperposition. Deshalb wird häufig - unabhängig von der Ursache - von den Betroffenen angegeben, die Symptome seien "im Schlafzimmer am schlimmsten". Die Ursache ist aber nicht immer im Schlafzimmer zu finden - und selbst wenn Elektrosmog oder verdächtige Stoffe im Schlafzimmer nachgewiesen werden, muss das nicht die Ursache sein, aber es kann. Die Ursachensuche gestaltet sich teuer und aufwendig, auch für das Gesundheitssystem. Je öfter eine Histamin-Intoleranz am Ende der jahrelangen Ursachensuche steht, desto dringender wird es, bestimmte Medikamente und Lebensmittel, die bereits heute verdächtigt werden, eine Histamin-Intoleranz auszulösen oder zu verschlimmern, öffentlich in Frage zu stellen, anstatt Werbung dafür zuzulassen. Das Problem dabei ist, dass viele gängige Medikamente aus allen Anwendungsbereichen verdächtig sind - von Schmerz- und Hustenmitteln bis zu Medikamenten, die im Diagnostik-, OP- und Intensivbereich routinemässig angewendet werden.

 
Fall:
 
 
A f 40 - 50 
 
B f 30 - 40 
 
C f 60 - 70 
 
D m 20 - 30 
 
Druckgefühl im Kopf / Gehirn
 
 
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Kopfschmerzen
 
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Konzentrations- störungen / Aufmerksam- keitsdefizit
 
 
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Hyperaktivität, erhöhte Gehirnaktivität
 
 
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Ticken, Hämmern, Singen oder Brummen im Kopf
 
 
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Müdigkeit
 
 
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Gefühl, nie aus- geschlafen zu sein
 
 
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Schlafstörungen
 
 
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körperl. Schwäche
 
 
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Gefühl des dauernden leichten Gestresstseins
 
 
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Rastlosigkeit
 
 
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Symptome nur bei Exposition
 
 
x körperl. Schwäche während Eisenmangel auch ohne Exposition
 
 
x auch nach Exposition
 
 
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Eisenmangel / niedrigster festgestellter Ferritinwert
 
 
11 (15-150)
 
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8 (15-150) ?
 
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WLAN
 
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x Nachbarn, Uni
 
 
DECT
 
 
x Nachbarn
 
 
x Büro
 
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Mobiltelefon
 
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x Büro
 
 
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Sendemast, Sendeanlage
 
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x Büro
 
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Röhrenmonitor / Röhren-TV
 
 
x Nachbarn ?
 
 
x u.a. Büro
 
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Beschwerden im Auto
 
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"Elektrosmog" ohne nähere Angaben
 
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Arbeits- unfähigkeit
 
 
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Nerven- zusammenbruch
 
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Kur
 
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Berufswechsel / Umschulung
 
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Erwerbs- minderung
 
 
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Psycho-Check *)
 
 
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Abschliessende ärztl. Diagnose
 
 
Eisenmangel, Hyper- sensibilität, Hyperpara- thyreoidismus, Hashimoto- Thyreoiditis, Histamin- Intoleranz
 
 
"ADHS", "Rückenleiden"
 
 
Eisenmangel durch "Elektrosmog"
 
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*) Psycho-Check bedeutet, dass der/diejenige sich gezwungen sah, Termine bei einem oder mehreren Neurologen/Psychiatern und/oder Psychologen wahrzunehmen. Eine Betroffene hat sogar ein getürktes Gutachten von einem amtlichen Psychiater erhalten mit der Diagnose "psychische Störung", denn Hartz IV und/oder Elektrosmog durfte natürlich keine amtliche Diagnose sein! Inzwischen weiss ich, dass dies bei vielen Erkrankungen versucht wird, die äusserlich nicht erkennbar und schwierig zu diagnostizieren sind, um z.B. eine Rente vorerst nicht bewilligen zu müssen oder jemanden als Simulanten verdächtigen zu können. Getürkte Gutachen werden auch verwendet, um unbequeme Mitarbeiter loszuwerden, oder um Hartz-IV-Betroffene in die Erwerbsunfähigkeit abschieben zu können.

Jedes Symptom kann tausende Ursachen haben, aber der jeweilige Facharzt vermutet immer nur Ursachen aus seinem Fachgebiet und das wars dann. Es bleibt Betroffenen also nichts anderes übrig, als von einem Facharzt zum nächsten zu ziehen, bis alle möglichen Ursachen abgeklärt sind. Elektrosensibilität ist jedenfalls in Deutschland und Frankreich bis heute kein anerkanntes Symptom. So dass man froh sein kann, wenn eine Ursache diagnostiziert wird, bei der es zu einer verstärkten Wahrnehmung von Sinnesreizen kommen kann. Daraus kann man dann notfalls die Elektrosensibilität ableiten. Dies ist z.B. bei einer Hashimoto-Thyreoiditis der Fall, welche nur von einem Endokrinologen diagnostiziert werden kann. Auch eine vom Neurologen festgestellte Hypersensibilität passt gut. Die eigentliche Ursache für Elektrosensibilität und andere neurologische und endokrinologische Phänomene ist aber wahrscheinlich eine individuell unterschiedliche Wirkung von Quecksilber in diversen Organen, z.B. dem Gehirn und/oder der Schilddrüse. Es kann sein, dass z.B. im Rahmen eines Hyperparathyreoidismus Metalle leichter in das Gehirn und das Nervensystem gelangen als sonst und dort Störungen oder Schäden hervorrufen. Erst recht, wenn eine grössere Menge dieser Metalle konsumiert wird, z.B. in Form von Methylquecksilber bei häufigem Konsum bestimmter Fischsorten, oder Eisen bei einer Überdosierung mit Medikamenten gegen Eisenmangel. Es spielen also mehrere Faktoren eine Rolle bei der Elektrosensibilität und anderen Symptomen.

Da manche Symptome, z.B. Eisenmangel, gleichzeitig mit der Wahrnehmung von Elektrosmog durch den Betroffenen auftreten, schliessen manche Ärzte und Betroffenen auf den Elektrosmog als Ursache für diese Symptome. Wobei eine Wirkung durch den Elektrosmog nicht ganz ausgeschlossen werden kann. Aber Elektrosensible können gleichzeitig Erkrankungen haben, deren Symptome zusätzlich zu der Elektrosensibilität auftreten oder diese verstärken oder überlagern können oder durch den Elektrosmog verstärkt werden. Es kann zu einer Spirale kommen, in der Symptome zu Ursachen werden können. Z.B. verursacht die Wahrnehmung von Elektrosmog Stress, und dieser kann wieder andere Symptome und Krankheiten auslösen oder verstärken.

Die o.g. Symptome werden von den Betroffenen der Mikrowellenstrahlung oder Strahlung von Röhrenfernsehern zugeordnet bzw. treten im zeitlichen Zusammenhang mit einer Strahlenexposition auf. Dabei kann in dieser Tabelle die zeitliche Abfolge und verschiedene Arten von Strahlung an unterschiedlichen Orten mit unterschiedlichen Symptomen natürlich nicht abgebildet werden. Die o.g. Symptome sind typisch in den Berichten von Strahlungs-Betroffenen in Europa. Besonders der Zusammenhang zwischen DECT und ADHS wird immer deutlicher, je mehr Material man findet. (Nach neuesten Erkenntnissen kann ADHS in manchen Fällen auch durch Stoffe in der Nahrung ausgelöst werden.) Dabei haben die meisten Betroffenen erst die Symptome gezeigt und später erst herausbekommen, dass die Strahlung die Ursache gewesen sein könnte. Dies ist ein Beweis dafür, dass die Argumente der ICNIRP usw. nicht zutreffen, dass die Betroffenen die Symptome aus Angst vor der Strahlung bekommen hätten, die Symptome also quasi psychosomatisch seien.