Histamin-Intoleranz - schnell erkennen und handeln

Die Art der Symptome ist unwichtig. Die Bedingungen, unter denen die Symptome auftreten oder sich verschlimmern, sind entscheidend.

- Stand: 24.01.2016 -

Allgemeines
Hinweise auf eine Histamin-Intoleranz
Ernährung, unverträgliche Medikamente

Allgemeines

Die von einer Histamin-Intoleranz Betroffenen haben individuell unterschiedliche Symptome, die auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können. Diese müssen natürlich jeweils ausgeschlossen werden, was aufwendig und teuer ist. Deshalb sollte das Gesundheitssystem ein Interesse daran haben, dass die Ursachen für die Histamin-Intoleranz erforscht werden. Weil viele gängige Medikamente eine Histamin-Intoleranz oder zumindest die Symptome verschlimmern, sollte u.a. im Fernsehen vor ihnen gewarnt werden, anstatt dort Werbung für sie zuzulassen.

Eine Histamin-Intoleranz ist eine Stoffwechselerkrankung mit vergiftungsähnlichen Auswirkungen. Histamin wird auch bei Gesunden aus vielen möglichen Anlässen im Körper produziert oder kommt durch Medikamente oder Lebensmittel von aussen hinein. Bei einer Histamin-Intoleranz ist der Abbau des Histamins gestört, und deshalb besteht eine ständig schwankende Histamin-Vergiftung. Betroffene können u.a. abwechselnd oder gleichzeitig das Gefühl haben, wie unter Strom zu stehen, eine Vergiftung zu haben, eine Darmerkrankung zu haben, ein chronisches Müdigkeitssyndrom zu haben, Elektrosmog ausgesetzt zu sein, eine Augenentzündung zu haben. Sämtliche Arten von körperlichen Symptomen sind möglich. Ärzte und Betroffene suchen jahrelang nach Ursachen und finden manchmal auch welche, während die Krankheit immer schlimmer wird.

Die Betreiberin dieser Website hat eine Histamin-Intoleranz mit überwiegend neurologischer Symptomatik, die einer Multiple-Sklerose-Symptomatik oder einer Hypercalcämie-Symptomatik ähnelt. Andere mögliche Symptome sind z.B. auf der Website www.histaminintoleranz.ch aufgelistet. Die typischen Bedingungen, unter denen die Symptome auftreten, sind aber wohl bei den meisten Betroffenen dieselben. Was Ärzte durch gezieltes Nachfragen herausbekommen können, ist weiter unten aufgelistet. Die weitere Diagnostik der Histamin-Intoleranz findet durch Dermatologen / Allergologen statt im Zusammenhang mit einer Ernährungsberatung.

Allerdings kann die gesamte Histamin-Intoleranz-Symptomatik überlagert sein durch weitere Beeinträchtigungen, so dass sie weder für den Betroffenen noch für den Arzt identifizierbar ist. Bei dem Versuch, andere Beeinträchtigungen mit Medikamenten zu behandeln, verschlimmert sich dann eventuell wiederum die Histamin-Intoleranz oder die Symptomatik. Bei manchen Medikamenten ist die Verschlimmerung irreversibel. Wurden Krankheiten mit ähnlicher Symptomatik diagnostiziert, so glauben die Ärzte, mit der Beseitigung jener Krankheiten sei das Problem gelöst, und immer noch bestehende Symptome seien "psychosomatisch".

Die langsame Verschlimmerung einer Histamin-Intoleranz kann durch Medikamente wie Calcium Hexal Brausetabletten beschleunigt werden. Deren Wirkung wird wiederum durch Vitamin-D3-Präparate verstärkt. Dies nur als Beispiel.

Von dem überaus komplexen Zusammenwirken von Calcium, Histamin und anderen Stoffen im Nervensystem bekommt man eine Ahnung, wenn man in Google z.B. eingibt "histamine calcium nervous system".

Je früher also eine Histamin-Intoleranz festgestellt wird, desto besser können Risiken abgeschätzt werden. Risikomanagement bedeutet: Ständiges Aufspüren und Beseitigen oder Einkalkulieren bekannter Risiken.

Bisher ist es so, dass Pharmaindustrie, Krankenschwestern, Ärzte, Apotheker, Krankenkassen, Ernährungsberater und Patienten jeweils unterschiedliche Informationen haben. Das Gesundheitssystem sollte das Risikomanagement und Wissensmanagement so optimieren, dass alle ständig Zugriff auf die neuesten Erkenntnisse haben. Ich schlage eine Informationsplattform vor nach dem Motto: Alles von allen für alle.

Es wird immer Betroffene geben, die erst nach Einnahme bestimmter Medikamente auffällige Symptome zeigen. Darauf muss das System besser vorbereitet sein. Zur Zeit ist es teils dem Zufall überlassen, ob dann richtig reagiert wird, obwohl das nötige Wissen oft bereits irgendwo im System vorhanden ist. Manche Medikamente lassen sich eventuell durch eine angepasste Ernährung ersetzen.

Die Krankenkassen sollten bei Vorliegen von bereits einem der weiter unten aufgelisteten Phänomene die Diagnostik sowie eine Ernährungsberatung (schadet im übrigen nie) bezahlen, auch wenn Betroffene noch nicht arbeitsunfähig gemeldet sind.

Für Ärzte ist jedenfall wichtig zu wissen, wie sie frühzeitig aus unspezifischen Symptomen trotzdem eindeutige Schlüsse ziehen können, damit sie gegenüber der Krankenkasse Argumente für eine sofort beginnende Ernährungsberatung und Ausschlussdiagnostik haben.

Hinweise auf eine Histamin-Intoleranz

An den Symptomen kann man eine Histamin-Intoleranz nicht unbedingt sofort erkennen - eher schon an den Bedingungen, unter denen diese Symptome auftreten.

Histamin spielt eine Rolle in allen Körperfunktionen. Entsprechend sind mehr oder weniger alle Körperfunktionen gestört durch die Histaminvergiftung. Die Symptome schwanken ernährungs-, verdauungs-, belastungs-, tageszeit-, jahreszeit-, temperatur- und zyklusabhängig. Das meiste Histamin wird im Körper gebildet in den Muskeln und im Darm sowie bei sommerlichen Temperaturen und zu warmer Kleidung.

Bei nicht frühzeitigem Erkennen oder Erahnen der Histamin-Intoleranz entstehen u.a. folgende Risiken: Verschlimmerung durch unverträgliche Medikamente, Mangelernährung durch Vermeidungsverhalten, Gewichtsabnahme, Kachexie, Immobilisierung, Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Verlust sozialer Kontakte, Unfähigkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen bzw. die Teilnahme findet nur noch über Medien statt - alles andere ist zu anstrengend. Andere gleichzeitig bestehende Grunderkrankungen können dies alles ebenfalls begünstigen.

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Siehe auch: Ernährung, unverträgliche Medikamente